FKK auf Fuerteventura

Strand bei El Cotillo, Westküste

Strand bei El Cotillo, Westküste

Anläßlich eines schönen Kurzurlaubs auf der Kanareninsel Fuerteventura möchte ich kurz auf das Thema FKK / Naturismus dort eingehen.

Der Merian-Reiseführer von Izabella Gawin konstatiert kurz: FKK ist verboten, aber Nacktbaden werde toleriert. Verboten ist die Freikörperkultur (im Sinne eines Grundrechtes, sich überall nackt aufhalten zu dürfen), nachdem Spaniens oberstes Gericht die Klage des spanischen Nudistenverbandes abgewiesen hat: es gebe kein Grundrecht auf Nacktbaden. Das bezieht sich aber wohl nur auf einen konkreten Rechtsstreit, in dem die katalonische Kommune Castell-Platja d’Aro Recht bekommen hat und nun an bestimmten Strandabschnitten bis zu 300€ kassieren kann, wenn jemand nackt badet.  Weiterlesen

SEHEPUNKTE – Rezension von: Europa um 1900/Europa um 2000 – Ausgabe 16 (2016), Nr. 11

Für Sehepunkte wurde das Buch „Europa um 1900 / Europa um 2000“ rezensiert. Auch wenn das Thema Lebensreform wohl keine Rolle spielt, könnte der eine oder andere Interessierte doch Nutzen aus dem Buch ziehen.

Rezension über Hein Hoebink (Hg.): Europa um 1900/Europa um 2000, Düsseldorf: düsseldorf university press 2015, 335 S., ISBN 978-3-95758-004-7, EUR 39,80

Quelle: SEHEPUNKTE – Rezension von: Europa um 1900/Europa um 2000 – Ausgabe 16 (2016), Nr. 11

Ein Neuzugang

kochManchmal, da packt es mich, da muß ich quasi „zuschlagen“, wenn ein Antiquariat ein von mir gesuchtes Buch unter dem üblichen Preis anbietet. Überwindung kostet mich das dann, wenn das Buch trotzdem noch recht teuer ist. So ist es mir jetzt mit „Nacktheit, Körperkultur und Erziehung“ von Adolf Koch ergangen, das meist zwischen 70 und 90€ gehandelt wird, aber nun für 60€ in mein Bücherregal gewandert ist. Viel Geld, insbesondere wenn ich überlege, wem ich diese Bibliothek einmal „vermachen“ könnte, denn ich kann bei meinen Jungs keine Disposition inhaltlicher Art – und auch was Lesen allgemein angeht – feststellen. Na ja, kommt Zeit, kommt eine Entscheidung. 🙂

Adolf Koch war ein Vorreiter der Freikörperkultur und Nacktgymnastik sozialistischer Prägung, er gab die Zeitschrift „Wir sind nackt und nennen uns Du“ heraus. Koch hatte beachtliches Stehvermögen: die Nationalsozialisten schlossen seine Institute, auch weil er sich weigerte, jüdische Mitarbeiter zu entlassen. Nach dem Krieg warb er wieder offensiv für seine Vision einer Körperschulung, bis ihn der Deutsche Verband für Freikörperkultur 1964 ausschloß, dem die Werbung Kochs und seiner Frau Irmgard zu weit ging.

Johannes Tauler und Zen: Zum Durchbruch gelangen | Mystik aktuell

„Seine Sprache ist wie ein Bergquell, der aus harten Felsen hervorbricht, wunderbar geschwängert von unbekanntem Kräuterduft und geheimnisvollen Steinkräften.“ Heinrich Heine über Johan…

Quelle: Johannes Tauler und Zen: Zum Durchbruch gelangen | Mystik aktuell

Leuchtender Menschheitsmorgen

Die neue Ausstellung „Gegen Sumpf und Fäulnis – leuchtender Menschheitsmorgen“ kann ab sofort auf Burg Ludwigstein (Archiv der Deutschen Jugendbewegung) besucht werden. Konzipiert wurde sie von Felix Linzner und mit Archivleiterin Dr. Rappe-Weber umgesetzt.

Gezeigt werden Bezugspunkte zwischen Jugendbewegung und Lebensreform. Der Beschreibung nach scheint man einen guten und grundsätzlichen Einblick in die Themenbereiche der Lebensreform zu bekommen.

Die Ausstellung kann Mo. – Fr. jeweils vormittags nach Anmeldung besucht werden.

Nacktheit als Widerstand?

Laut der Bietigheimer Zeitung / Südwest-Presse boomt der Nudismus in Frankreich. Ob dem wirklich so ist, mag dahingestellt sein. Nur  weil man in Paris einen Bereich für die Freikörperkultur reservieren will, was vielen Zeitungen eine Meldung wert war, boomt das noch lange nicht. Da klingt wohl eher Paris – Stadt der Liebe – usw. mit.
Andererseits stellt die o.g. Zeitung im Artikel die Vermutung auf, daß Nacktheit für junge Frauen angesichts der Burka-Diskussion ein Akt der Rebellion sein könnte. Man wolle sich nicht vorschreiben lassen, wie man sich zu verhüllen habe – und ließe daher alle Hüllen fallen. Das ist in der Tat eine interessante Sichtweise.

Magazin und Tagung

Zwei kurze Hinweise:

Da ist zum einen das Magazin „Maas – Impulse für ein erfülltes Leben“, interessanterweise mit dem Nachnamen der Inhaberin des „animaa-Verlages“ betitelt. Man möchte Aktionen, Projekte, Menschen vorstellen, die „Mut machen“ und inspirieren. Es geht um das Leben in Harmonie mit der Umwelt und um positive Veränderungen.
Die ersten drei erschienenen Ausgaben haben die Titelthemen „Beruf und Berufung“, „Frauen und Männer“, „Leben und Sterben“.  Im Dezember geht es mit „Individuum und Gemeinschaft“ weiter. Auf „OpenPR“ findet sich noch ein längerer Werbetext, daraus dieses kurze Zitat:
„maas ist ganzheitlich und ökologisch ausgerichtet, konsumkritisch und lebt intensiv den Gedanken der Stärkung durch Vernetzung. Maas fördert Menschen und Projekte und ist prall gefüllt mit Wissen, Inspirationen und Mut-Mach-Geschichten. maas findet bewegende Perlen und Helden/Heldinnen des Lebens und des Alltags. maas ist Lesegenuss für viele, viele Stunden.“

Zum anderen ist das die hier vor längerer Zeit schon einmal erwähnte Tagung des Archivs der Deutschen Jugendbewegung (Burg Ludwigstein), vom 21. bis 23. Oktober 2016, auf die Susanne Rappe-Weber in einem Artikel bei H/Soz/Kult hinweist. Die Tagung steht unter dem Motto:
Avantgarden der Biopolitik. Jugendbewegung, Lebensreform und Strategien biologischer ‚Aufrüstung'“.

Rappe-Weber stellt das Thema kurz vor (19. Jhd., Angst vor Degeneration – sowohl des eigenen Körpers, als auch des Volkes, daher ‚Aufrüstung‘, um ’stark, gesund und rassisch rein‘ zu bleiben), gefolgt vom Tagungsprogramm.

Nackedeis in Wald und Wiese

Lebensreform: Die kann man sich gut vorstellen am Starnberger See mit den schicken Privatkliniken bis hinunter zur Lauterbacher Mühle. Oder in den Liegenstühlen im Schatten des Buchheim-Museumsparks. Dort präsentiert man derzeit Kunst und Lebensläufe der Brücke-Künstler und das neue Lebensgefühl bürgerlicher Kreise: ein bisschen Öko, freien Sex, FKK und Wandervogel. All das hat jetzt Kurator Kai Schupke auf einen bisher unbeachteten Nenner gebracht, über dem „Hippies um 1900“ stehen könnte – in Wirklichkeit heißt die Ausstellung Brücke und die Lebensreform.

Quelle: Nackedeis in Wald und Wiese

Stille

IMG_1877„Weil ich in der Stille anfing, konnte ich dem Lauten nie ganz verfallen. Weil ich als Kind die Wälder schweigen und wachsen sah, konnte ich immer ein stilles Lächeln für das aufgeregte Treiben haben, mit dem die Menschen ihre vergänglichen Häuser bauten. Es war, als trüge ich andre Gesetze und Maßstäbe in mir, größere und strengere. Ich konnte nie mehr ganz aus dem Kreis der Natur herausfallen …“

[E. Wiechert, Wälder und Menschen]

Das Denkmal des Getreuen « bündische vielfalt .

Das Blog Bündische Vielfalt berichtet über das Fidus-Haus in Woltersdorf, genauer über die Trias aus Haus, Fidus-Grab und Gefallenen-Denkmal. Zwecks Erhalt dieser Kulturgüter bittet der Woltersdorfer Verschönerungsverein um Spenden, s. Link unter Quelle.

Quelle: Das Denkmal des Getreuen « bündische vielfalt .