Durch Mark und Heide (Blog)

Als er noch in sein “blaues Schreibheft” Gedanken übertrug und damit online stellte, folgte ich ihm schon, dem Stephan. Dann entdeckte er die Fotografie und ich war begeistert von den Wanderungen und speziell der Vogelfotografie z.B. an der Oder. Noch ein wenig später kam Youtube hinzu, ein Kanal mit immer professioneller werdenden Videos, die Stephan und seine Kinder bei Ausflügen in die Mark Brandenburg zeigten. Mal wurden “lost places” erkundet, mal stand ein Biwak an einem stillen See an, dann einfach eine Familienwanderung mit “Kind und Kegel” durch Sand und Kiefernwälder dieser reizvollen Landschaft. Immer schätze ich an diesen Videos die ruhige Sprache Stephans, die das Naturerlebnis auch für den Videobetrachter “erlebbar” macht. Hier genießt jemand Natur, ohne Ziele “abzuarbeiten” und durch die Landschaft zu hetzen.

Und nun gibt es ein neues Blog von Stephan, das sich wie sein kürzlich umbenannter Youtube-Kanal nennt: Durch Mark und Heide. Ziel soll es sein, die Online-Aktivitäten in diesem Blog zu bündeln und dann auch den Facebook-Account (also die Fotografie-Seite, nicht das private Profil) zu löschen. Die Gedanken Stephans dazu kann man hier nachlesen; ich teile sie bzw. die Sichtweise auf diese Hydra namens Facebook, aber anders kann ich kaum “up-to-date” bleiben, was insbesondere lokale Neuigkeiten angeht.

Alles in allem: Blog und Videos lege ich naturinteressierten Menschen ganz besonders ans Herz. Mark Brandenburg, Vögel, lost places, Familienausflüge – wen das interessiert, der sollte mal reinschauen.

Eventi Letterari 2018

Das Literaturfestival, zu dem ich in den letzten Jahren bereits einige Artikel verlinkt habe, hat auch dieses Jahr wieder auf dem Monte Verità stattgefunden. Vom 22.-25.3.2018 sprach man dort über “Die Utopie von der Natur“. Auf der Website kann man sich dazu genaueres durchlesen. Ich verlinke hier nur ein paar Zeitschriftenartikel, die anläßlich des Festivals online zu lesen waren.

Natur-Utopie auf dem Monte Verità

Mystik und Moderne sowie Flutwellen zuschauen

Utopie der Natur und wandernde Bäume

1900 (P. Michalzik)

Es gibt ein neues Buch, das sich der vorletzten Jahrhundertwende widmet: “1900” von Peter Michalzik, untertitelt: “Vegetarier, Künstler und Visionäre suchen nach dem neuen Paradies”.
Das Buch ist vorgestern erschienen und z.B. über Amazon erhältlich. Rezension auf dieser Plattform gibt es noch keine.

Im Deutschlandfunk interviewte Andrea Gerk den Autor, was hier nachlesbar ist. Der Fokus des Gesprächs lag auf dem Monte Verità.
Michalzik ist Journalist und Theaterkritiker. Inspiriert zum Buch habe ihn die Suche der damaligen Menschen nach dem “guten Leben”, etwas, das ich für mich auch gerne mit diesem Begriff formuliere, das gute Leben. Nebenbei erwähnt Michalzik, daß er sich beim Schreiben gleichsam in Franziska von  Reventlow “verliebt” habe, etwas, das ich auch gut nachvollziehen kann, fasziniert mich diese Frau doch auch – was mich gleich wieder daran erinnert, daß ich die neu herausgegebenen Tagebücher noch lesen möchte.

Beim Dumont-Verlag gibt es eine Leseprobe aus dem Buch.

Sollten mir weitere Rezensionen des neuen Buches von Peter Michalzik “über den Weg laufen”, pflege ich sie hier ein.

Nachtrag: Am 6.4.18 liest Michalzik in Köln aus seinem Buch, Infos hier.

Wirtschaftlich denkende Religionen

Bei TheCathWalk, einem katholischen Kulturmagazin, gibt es einen kritischen Artikel zur Kommerzialisierung der Fastenzeit.
Darin geht der Autor auf zwei unterschiedliche religionsökonomische Theorien ein: es gebe Religionen, die wirtschaftlich denken, das seien z.B. die polytheistischen, und solche, die dies nicht tun (bzw. auch Mischformen). Wirtschaftlich denken heißt hier: Gabe und erwartete Gegengabe durch die Gottheit. Der Katholizismus hingegen verbinde wirtschaftliches Denken mit “Raum für den unwirtschaftlichen Exzess” – und das sei im Grunde die Fastenzeit bislang gewesen. Wer hingegen zur “Selbstoptimierung” faste, der mache es falsch, denn das sei wirtschaftliches Denken.
Sehr lesenswerter Artikel!

Schrebergärten

Für eine Eishockey-Anlage in Altstetten wird eine Schrebergartenanlage beseitigt. Die NZZ berichtet darüber mit Blick auf die historischen Anfänge der Schrebergarten-Bewegung: Wie der Schrebergarten einst die städtischen Schwächlinge retten sollte.

Vermischtes in Kurzform

Das Literaturfestival auf dem Monte Verità geht in die sechste Runde, dieses Jahr unter dem Motto “Die Utopie von der Natur” und vor dem Hintergrund des “fünzigjährigen Jubiläums der 1968er Bewegung” (Quelle) Es gehe u.a. darum, “unsere schon arg entzauberte Welt, wer weiß, wieder (zu) verzaubern” (a.a.O.)
Das Börsenblatt hat noch genauere Infos zum Programmablauf.

Bei der Neuen Zürcher Zeitung gab es vor einiger Zeit noch eine kurze Besprechung des neuen Buches von Stefan Bollmann über das Leben auf dem Monte Verità.

“Luces y sombras de la contracultura: movimiento Lebensreform”

Ein Artikel in Spanisch über die Lebensreform, geschrieben von Nicolás Boullosa. Soweit mein Spanisch reicht, ist das wohl eine recht gute Kurzübersicht. Beachtlich, welche Facetten der Autor in so einen kurzen Abriß reingepackt hat.

Was war mein Leben? (H. Hesse)

kufst

Was war mein Leben, wenn es heut soll enden?
Verträumt? Verloren? Nein, es war ein Ring
Von stillen Freuden, die mit vollen Händen
Ich nahm und weitergab und neu empfing.

Es war ein Liebesbund mit dieser Erde,
Die mich mit ihrer Schönheit tief beglückt
Und immer doch mit mächtiger Gebärde
Mein Ziel hinaus ins Ewige gerückt.

Es war mit Wasser, Bergeswind und Fluren
Ein brüderlicher Bund, der niemals brach,
Mit allen Wolken, die im Blauen fuhren
Und deren Lied von unsrer Heimat sprach.

Mit ihren großen ewigen Gewalten
Hab ich in Treue Brüderschaft gehalten;
Und meine Sünde war in all den Jahren,
Daß sie mir lieber als die Menschen waren.

[Hermann Hesse, 1903]

Was bringt 2018?

Im Jahr 2015 habe ich den Camino Francés kennengelernt, 2017 kehrte ich für zwei Wochen mit meinem jüngeren Sohn zurück, um von Sarria bis Santiago und dann weiter nach Finisterre zu gehen. Pilgern ist, das schrieb ich neulich auf Facebook, für mich täglich Thema, d.h. vor allem auf Instagram, Facebook und in den Büchern, die ich lese. Aber: es wird 2018 für mich kein Thema sein. Dafür plane ich für 2019 eine erste Etappe von ca. zwei Wochen auf der Vía de la Plata (ab Sevilla nach Norden) zu pilgern. Die Vía ist mein großer Traum, aber da ich nicht wieder so “einfach” sechs Wochen aussteigen kann, muß ich – wie viele andere auch – in Etappen laufen. Wird auch gehen.

2016 durfte ich Fuerteventura anläßlich eines sehr schönen Kurzurlaubs kennenlernen. Ich habe mich in diese Insel “verliebt”, ich glaube, das kann man so sagen. Und in diesem Jahr geht es zurück auf die Kanaren, aber nach Teneriffa – und sogar für knapp zwei Wochen. Das wird herrlich, ist aber noch lange hin…

Zunächst werde ich mich im März für 10 Tage in ein Kapuzinerkloster in Tirol zurückziehen, wo Schweigeexerzitien angeboten werden. Dies beinhaltet auch eine Einführung in das kontemplative Gebet (Jesusgebet). Das ist für mich schon lange Thema, aber nun wage ich diesen “Selbstversuch” in der Hoffnung, mehr über mich und Gott zu erfahren und die Verbindung, die wir beide haben. 😉

Ansonsten bleiben die Inhalte hier gleich: alles was mit Lebensreform oder alternativem Leben im weiteren Sinne zu tun hat, paßt hier und wird – Interesse bei mir vorausgesetzt – bearbeitet.
Aktuell bin ich am Thema “intermittierendes Fasten” dran, wozu ich später etwas schreiben werde.