Bernstein – aber ist er echt?

Vor vielen Jahren bin ich beim Kauf eines Bernsteins auf eine Fälschung gestoßen. Das war ein aus Plastikmasse geformter „Bernstein“, der m.W. von einem Großhändler aus Polen geliefert wurde. Bei der „Drahtprobe“ roch der Stein penetrant nach Plastik.
Auch an den Küsten von Fischland, Darß und Zingst kann man Bernstein finden, gerade nach stürmischen Tagen.
Die einfachste, aber auch unsicherste Probe ist die: Man schlage mit dem vermeintlichen Bernstein vorsichtig gegen einen Schneidezahn. Das sollte sich im Gegensatz zu einem richtigen Stein so in etwa wie Plastik anfühlen, das man an den Zahn schlägt.
Die sicherste Probe ist jedoch, den Bernstein mit Feuer in Kontakt zu bringen. Am besten erhitzt man eine Büroklammer, bis sie glüht, und hält sie an eine unauffällige Stelle des Bernsteins. Das kleine Rauchwölkchen, das aufsteigt, muß deutlich nach Harz riechen.
Zwei weitere Tests erfordern etwas mehr „Zutaten“: Hat man einen Wollpullover dabei, kann man ein (größeres) Stück Bernstein daran reiben. Der so „aufgeladene“ Stein sollte dann kleine Papierschnipsel anziehen.
Man kann auch mit Salz und Wasser eine Salzlösung herstellen: Gibt man ausreichend Salz hinein, müßte der Bernstein schwimmen, statt unterzugehen.
In Schweden habe ich immer eine ganze Handvoll kleiner, brauner Steinchen gesammelt, mich dann ins Zelt verdrückt und alle angekokelt. Den einen oder anderen Mini-Bernstein habe ich so gefunden; der Rest war meist Seeglas.

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