Schweigeexerzitien im Kloster (2) (Mystik 4b)

Nach einer angenehmen Zugfahrt kam ich in Stainach-Irdning an, wo gleich mehrere Teilnehmer von Elisabeth und Bruder Rudolf mit Autos abgeholt wurden.

Ich will nicht viel über das Kloster schreiben, das kann man auch selbst z.B. im Flyer nachlesen. Zunächst hieß es: ankommen. Jedem wurde seine “Zelle” gezeigt, ein kleines, einfaches Zimmer mit Schrank, Bett und kleinem Schreibtisch. Meine Zelle lag innerhalb der früheren Klausur, also des abgeschlossenen, nur für die Mönche zugänglichen Bereichs eines Klosters. Es gab einen kurzen Rundgang, sodann Bezahlung der Kurskosten – im Anschluß folgte schon das Abendessen. Man stellte sich gegenseitig vor, und natürlich kam oft die Frage auf: Warum bist du denn hier? Nun, das habe ich dir, lieber Leser, ja hier schon erklärt.
Nach dem Abendessen gab es die obligatorische Vorstellungsrunde, bei der jeder über sich erzählen konnte. Ich saß in einer Runde von 19 Teilnehmern, die vom Alter so zwischen Mitte 20 und 70/75 lagen. Es gab die Seniorinnen, die zum wiederholten Mal teilnahmen, junge Unternehmer, die sich darüber austauschten, wie sinnvoll “Meditation” für “Manager” sei. Jeder entschied, wieviel er über sich und seine Beweggründe erzählen wollte. Und gleich nach dieser Runde begann – das SCHWEIGEN… 😉

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Schweigeexerzitien im Kloster (1) (Mystik 4a)

Im Tee-Artikel hatte ich von Meditation und Kräutertee erzählt und auf einen Artikel “in der Mache” verwiesen – das ist er nun. Ich war in der Osterwoche bzw. genau 10 Tage bis zum Ostersonntag zu Schweigeexerzitien im Kapuzinerkloster in Irdning in der Steiermark. In diesem Artikel möchte ich nun ein wenig darüber berichten, allerdings muß ich dazu etwas ausholen. Bear with me. 😉

Der regelmäßige Leser dieses Blogs konnte seit ca. 2012/2013 eine inhaltliche Verschiebung hin zu christlichen Themen erleben. Ich will einfach auf die drei Artikel zum Thema Mystik verweisen (1 / 2 / 3), die diese Entwicklung zwar beschreiben, aber doch – aus heutiger Sicht – wieder einer Ergänzung bedürfen. “Damals” war ich sehr auf Willigis Jäger fixiert, wollte mir (Ende des dritten Artikels) das Buch “Wolke des Nichtwissens” in seiner Übertragung / Kommentierung kaufen sowie ein Buch von Enomiya-Lassalle. Habe ich beides nicht gemacht – speziell die “Wolke des Nichtwissens” habe ich mir erst vor kurzem in der auf jener Seite erwähnten Ausgabe von Riehle, also mit dezidiert christlichem Bezug, gekauft. Ich bin generell heute weiter weg von Jäger, als ich es damals war (von seiner “Unendlichkeitsmystik”, wie P. Stutz sie nennt) – und so mehr auf eine speziell christliche Mystik ausgerichtet, ohne die interreligiösen Aspekte vernachlässigen zu wollen. Das als eine Erklärung.

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Vom Kaffee- zum Teetrinker

Ich schrieb hier vor ziemlich genau einem Jahr über eine Kontrolluntersuchung bei meiner Hausärztin, bei der neben grenzwertigen Cholesterinwerten auch ein etwas zu hoher Blutdruck (speziell unter Belastung) festgestellt wurde.  Da ich seit Anfang 2017 Kaffee in Unmengen vertilgt hatte, stellte ich das Kaffeetrinken komplett ein.

Erst ein, zwei Monate später erlaubte ich mir wieder ab und an eine Tasse Kaffee, insbesondere wenn ich mich (regelmäßig) mit einer Klientin in einer Kaffeerösterei traf. Ich trinke heute 3-4 kleine Tassen Kaffee pro Monat, mehr nicht. Und das ist dann wirklich “Genuß” statt Konsum.
Nebenbei habe ich im September 2017 den Verzehr von Butter eingestellt und bin zu Margarine gewechselt, dem Testsieger Deli Reform (Stiftung Warentest: Platz 1, Öko-Test: eine der drei Siegermargarinen).

Den Kaffee habe ich durch Tee ersetzt. Warum? Weil gerade grüner Tee und Hibiscus-Tee im Ruf stehen, den Blutdruck senken zu können. Man kann das hier z.B. nachlesen:
Tee gegen Bluthochdruck, Dts. Herzstiftung – Grüner Tee, Wikipedia – Mediz. Wirkungen – kritisch hingegen dieser Artikel, der aussagt, daß grüner Tee blutdrucksenkende Mittel hemme.
Interessant dazu auch das Buch “Krebs mag keinen Tee”, hier eine Leseprobe als PDF.

Als dritter Punkt der Korrektur (neben Tee und Margarine) kommt seit diesem Monat regelmäßige Meditation hinzu, wozu sich hier beginnend mehr findet. Und natürlich (4. Punkt) weiterhin Fitness-Training im Studio.

Ich möchte – das als eigentliches Motiv für diesen Artikel – hier nun kurz vorstellen, welche Tees sich bei mir in diesem letzten Jahr “eingefunden” haben. Dabei gehe ich von links nach rechts in folgendem Bild vor:

Meine vier aktuellen Tees

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Durch Mark und Heide (Blog)

Als er noch in sein “blaues Schreibheft” Gedanken übertrug und damit online stellte, folgte ich ihm schon, dem Stephan. Dann entdeckte er die Fotografie und ich war begeistert von den Wanderungen und speziell der Vogelfotografie z.B. an der Oder. Noch ein wenig später kam Youtube hinzu, ein Kanal mit immer professioneller werdenden Videos, die Stephan und seine Kinder bei Ausflügen in die Mark Brandenburg zeigten. Mal wurden “lost places” erkundet, mal stand ein Biwak an einem stillen See an, dann einfach eine Familienwanderung mit “Kind und Kegel” durch Sand und Kiefernwälder dieser reizvollen Landschaft. Immer schätze ich an diesen Videos die ruhige Sprache Stephans, die das Naturerlebnis auch für den Videobetrachter “erlebbar” macht. Hier genießt jemand Natur, ohne Ziele “abzuarbeiten” und durch die Landschaft zu hetzen.

Und nun gibt es ein neues Blog von Stephan, das sich wie sein kürzlich umbenannter Youtube-Kanal nennt: Durch Mark und Heide. Ziel soll es sein, die Online-Aktivitäten in diesem Blog zu bündeln und dann auch den Facebook-Account (also die Fotografie-Seite, nicht das private Profil) zu löschen. Die Gedanken Stephans dazu kann man hier nachlesen; ich teile sie bzw. die Sichtweise auf diese Hydra namens Facebook, aber anders kann ich kaum “up-to-date” bleiben, was insbesondere lokale Neuigkeiten angeht.

Alles in allem: Blog und Videos lege ich naturinteressierten Menschen ganz besonders ans Herz. Mark Brandenburg, Vögel, lost places, Familienausflüge – wen das interessiert, der sollte mal reinschauen.

Eventi Letterari 2018

Das Literaturfestival, zu dem ich in den letzten Jahren bereits einige Artikel verlinkt habe, hat auch dieses Jahr wieder auf dem Monte Verità stattgefunden. Vom 22.-25.3.2018 sprach man dort über “Die Utopie von der Natur“. Auf der Website kann man sich dazu genaueres durchlesen. Ich verlinke hier nur ein paar Zeitschriftenartikel, die anläßlich des Festivals online zu lesen waren.

Natur-Utopie auf dem Monte Verità

Mystik und Moderne sowie Flutwellen zuschauen

Utopie der Natur und wandernde Bäume

Wirtschaftlich denkende Religionen

Bei TheCathWalk, einem katholischen Kulturmagazin, gibt es einen kritischen Artikel zur Kommerzialisierung der Fastenzeit.
Darin geht der Autor auf zwei unterschiedliche religionsökonomische Theorien ein: es gebe Religionen, die wirtschaftlich denken, das seien z.B. die polytheistischen, und solche, die dies nicht tun (bzw. auch Mischformen). Wirtschaftlich denken heißt hier: Gabe und erwartete Gegengabe durch die Gottheit. Der Katholizismus hingegen verbinde wirtschaftliches Denken mit “Raum für den unwirtschaftlichen Exzess” – und das sei im Grunde die Fastenzeit bislang gewesen. Wer hingegen zur “Selbstoptimierung” faste, der mache es falsch, denn das sei wirtschaftliches Denken.
Sehr lesenswerter Artikel!

“Luces y sombras de la contracultura: movimiento Lebensreform”

Ein Artikel in Spanisch über die Lebensreform, geschrieben von Nicolás Boullosa. Soweit mein Spanisch reicht, ist das wohl eine recht gute Kurzübersicht. Beachtlich, welche Facetten der Autor in so einen kurzen Abriß reingepackt hat.

Was war mein Leben? (H. Hesse)

kufst

Was war mein Leben, wenn es heut soll enden?
Verträumt? Verloren? Nein, es war ein Ring
Von stillen Freuden, die mit vollen Händen
Ich nahm und weitergab und neu empfing.

Es war ein Liebesbund mit dieser Erde,
Die mich mit ihrer Schönheit tief beglückt
Und immer doch mit mächtiger Gebärde
Mein Ziel hinaus ins Ewige gerückt.

Es war mit Wasser, Bergeswind und Fluren
Ein brüderlicher Bund, der niemals brach,
Mit allen Wolken, die im Blauen fuhren
Und deren Lied von unsrer Heimat sprach.

Mit ihren großen ewigen Gewalten
Hab ich in Treue Brüderschaft gehalten;
Und meine Sünde war in all den Jahren,
Daß sie mir lieber als die Menschen waren.

[Hermann Hesse, 1903]

Was bringt 2018?

Im Jahr 2015 habe ich den Camino Francés kennengelernt, 2017 kehrte ich für zwei Wochen mit meinem jüngeren Sohn zurück, um von Sarria bis Santiago und dann weiter nach Finisterre zu gehen. Pilgern ist, das schrieb ich neulich auf Facebook, für mich täglich Thema, d.h. vor allem auf Instagram, Facebook und in den Büchern, die ich lese. Aber: es wird 2018 für mich kein Thema sein. Dafür plane ich für 2019 eine erste Etappe von ca. zwei Wochen auf der Vía de la Plata (ab Sevilla nach Norden) zu pilgern. Die Vía ist mein großer Traum, aber da ich nicht wieder so “einfach” sechs Wochen aussteigen kann, muß ich – wie viele andere auch – in Etappen laufen. Wird auch gehen.

2016 durfte ich Fuerteventura anläßlich eines sehr schönen Kurzurlaubs kennenlernen. Ich habe mich in diese Insel “verliebt”, ich glaube, das kann man so sagen. Und in diesem Jahr geht es zurück auf die Kanaren, aber nach Teneriffa – und sogar für knapp zwei Wochen. Das wird herrlich, ist aber noch lange hin…

Zunächst werde ich mich im März für 10 Tage in ein Kapuzinerkloster in Tirol zurückziehen, wo Schweigeexerzitien angeboten werden. Dies beinhaltet auch eine Einführung in das kontemplative Gebet (Jesusgebet). Das ist für mich schon lange Thema, aber nun wage ich diesen “Selbstversuch” in der Hoffnung, mehr über mich und Gott zu erfahren und die Verbindung, die wir beide haben. 😉

Ansonsten bleiben die Inhalte hier gleich: alles was mit Lebensreform oder alternativem Leben im weiteren Sinne zu tun hat, paßt hier und wird – Interesse bei mir vorausgesetzt – bearbeitet.
Aktuell bin ich am Thema “intermittierendes Fasten” dran, wozu ich später etwas schreiben werde.

Memory of Mankind

Ich habe neulich eine Sendung geschaut, die ich üblicherweise nicht schauen würde, also so Technokrams (Planet des Wissens), aber da es um Speichermedien im “digitalen Zeitalter” ging, war ich neugierig. Immerhin kann man nicht viel falsch machen: USB-Sticks, externe Festplatten, Micro-SD-Karten – alle halten Hitze und Kälte relativ gut aus. Es kommt eben nur drauf an, die Daten redundant zu sichern und die Datenträger an verschiedenen Orten zu verwahren.

Aber … bei vielen der zum Teil sehr futuristischen Speichermethoden (DNA-basiert…) ist es mit der Lesbarkeit möglicherweise ein Problem. Selbst einen Microfilm kann man nur mit Lupe entziffern. Selbstredend kann man von USB-Sticks nichts mehr lesen, wenn Strom und Computer fehlen.

Da wurde nun ein Projekt vorgestellt, das “Memory of Mankind” (MOM) heißt: Hier werden Daten auf hochfeste Keramikkacheln gebrannt, also herkömmliche Kacheln, wie man sie aus Badezimmern kennt. Text, Bilder, alles ist gut lesbar – notfalls mit Lupe. Diese Kacheln werden im Salzbergwerk von Hallstatt in Österreich eingelagert.  Memory of Mankind weiterlesen