Monte Verità – DU – das Kulturmagazin

du_monteAusgabe 844 von DU – das Kulturmagazin befaßt sich mit dem Monte Verità  unter dem Titel: Utopien und Dämonen.
Das Magazin kann für 15€ gekauft werden.

Aufbruch der Jugend (Ausstellung)

Passend zum Meißnerlager 2013 zeigt das Germanische Nationalmuseum in Nürnberg vom 26.9.13-19.1.14 die o.g. Ausstellung mit dem Untertitel von der Jugendbewegung “zwischen Selbstbestimmung und Verführung”. Man kooperiert mit dem Archiv der Jugendbewegung auf Burg Ludwigstein.
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Sehnsucht nach dem Absoluten (Ausstellung)

Von September 2011 bis Januar 2012 fand im Rietberg-Museum in Zürich die Ausstellung “Mystik – Die Sehnsucht nach dem Absoluten” statt. Zitat aus dem Online-Archiv des Museums: “Das schwer fassbare religiöse Phänomen wird anhand von vierzig Mystikerinnen und Mystikern veranschaulicht: Ihr Leben und ihre Schriften zeigen beispielhaft, wie reich und vielfältig ihre spirituellen Erfahrungen waren. Die ausgewählten Mystiker stammen aus den grossen Weltreligionen – Christentum, Hinduismus, Buddhismus, Daoismus, Islam und Judentum – und decken einen Zeitraum von über 2000 Jahren ab.”

Der christliche Mystiker Pierre Stutz hat die Ausstellung besucht und erklärt im Video, welche Mystiker und Themen ihn besonders faszinieren.

Nachgereicht: Pressetext der Stadt Zürich zur Ausstellung (PDF).

Mut zur Muße (Buch)

Der Deutschlandfunk stellt kurz Stephan Grünewalds Buch “Mut zur Muße – Die erschöpfte Gesellschaft” vor.

Zitat: “Wir brauchen wieder eine andere Rhythmik im Alltag von Innehalten und Betriebsamkeit. Innehalten ist etwas total Schöpferisches, das ist nicht vertane Zeit. Wir brauchen wieder den Mut, nicht direkt aufzustehen, wenn der Wecker klingelt, sondern: Wir bleiben mal eine Viertelstunde liegen und dösen. Und spüren mal nach: Was hat sich da ereignet?”

Im Lichtkleid zum Lebensglück

zeitandlNudismus: Im Lichtkleid zum Lebensglück | Wissen | ZEIT ONLINE.

Das aktuelle Sonderheft ZEIT Geschichte greift das Thema Lebensreform auf. Der Blick ins Inhaltsverzeichnis klingt vielversprechend.

Die nackte Wahrheit und anderes (Ausstellung)

2016-06-10 13.47.42Im Berliner Museum für Fotografie wird von Mai bis 25.8.2013 die Ausstellung “Die nackte Wahrheit und anderes” gezeigt.

Es handelt sich um 250 Exponate aus der Zeit um 1900. Der Tagesspiegel informiert mit einem längeren Artikel: Als die Nackten die Zensur besiegten.

Große Denker am Berg der Wahrheit

Ascona, am Fuße des Monte Verità, will laut Deutschlandradio eine “Tradition wiederbeleben” und lädt zu einem Literaturfestival (Eventi letterari Monte Verità) ein.

Freikörperkultur im Film

Der Fernsehsender RTL 2 hat in seinem Magazin “Exklusiv – Die Reportage” vor einigen Tagen über Freikörperkultur berichtet.

Unter dem dämlichen Titel “Wir ziehen blank!” wurden Nacktwanderer, Nacktreiter und Nacktcamper gezeigt und interviewt. Man kann sich den Beitrag – jedoch nur zwischen 22 und 6 Uhr aus “Jugendschutzgründen” – online ansehen. Die “Nacktivisten”, so die Selbstbezeichnung eines Mannes, verweisen mehrheitlich darauf, wie “normal” ihre Nacktheit sei, und auch, daß es nicht um das Thema Sexualität geht. Ich frage mich gerade, ob man den Beitrag deshalb nur in der Nacht schauen kann, weil RTL 2 jenseits der Bekundungen der Interviewten immer wieder mit der Kamera nah an Körperstellen herangeht. Warum man z.B. die Brüste der Nacktreiterin in Nah- und Großaufnahme zeigen muß, erschließt sich mir nicht; ich kann mir das höchstens aus dem Sendeformat heraus erklären. Halten wir fest: es besteht ein Mißverhältnis zwischen Aussagen und Selbstverständnis der gezeigten Personen und dem, was man seitens der Redaktion gerne sehen und zeigen möchte.

Neues vom Kokovoren

Als ich letztes Jahr bereits über August Engelhardt, den “nackten Kokovoren”, berichtete, d.h. konkret über den Roman von Marc Buhl, wußte ich nicht, daß auch Christian Kracht einen solchen über Engelhardt in Arbeit hatte. Zwischenzeitlich ist “Imperium” bei Kiepenheuer & Witsch erschienen (und ich habe irgendwo aufgeschnappt, Buhl habe Plagiatsvorwürfe erhoben).

Eine ansprechende Rezension von Felicitas von Lovenberg findet sich bei der FAZ. Kracht belebe mit seiner Geschichte um den “Ritter der Kokosnuß”, über der ständig eine große Heiterkeit liege, das Genre der Abenteuerromane neu. Anders sah das wohl Herr Diez vom Spiegel, dessen Kritik am Buch in der Aussage gipfelte, es sei von Anfang an von einer “rassistischen Weltsicht” durchdrungen (Dradio). Zur Rezeptionsgeschichte findet man etwas im Wikipedia-Eintrag. Kracht äußert sich kaum zur Kritik, er möchte sein Werk ungern diskutieren, schreibt die SZ zu einer Lesung des Autors in München. Nachdem sich der “Sturm” um das Buch in den letzten beiden Monaten gelegt hat, mag man vielleicht noch Volker Weidermanns “Notizen zu Kracht” lesen: Was er will. Er fragt nach dem Kern in Krachts Büchern, der wiederkehrenden Formel, und findet die “Erschütterung”. Er zitiert aus Krachts erstem Roman “Faserland” eine kurze Passage, die ich hier wiedergeben möchte, weil sie intuitiv für mich das ausdrückt, was mein Interesse an Krachts Werk ausmacht:

“Und die Menschen sitzen in der Sonne, an den Neckarauen. Das heißt tatsächlich so, das muß man sich mal vorstellen, nein, besser noch, man sagt das ganz laut: Neckarauen. Neckarauen. Das macht einen ganz kirre im Kopf, das Wort. So könnte Deutschland sein, wenn es keinen Krieg gegeben hätte und wenn die Juden nicht vergast worden wären. Dann wäre Deutschland so wie das Wort Neckarauen.”

Heute ist Imperium bei mir eingetroffen – und ich freue mich auf die Lektüre, nachdem ich schon in der Kindle-Edition probegelesen habe.

Nachtrag: Besprechung bei der Bündischen Vielfalt sowie Wir können Kokos.

Gesamtkunstwerk Expressionismus (Ausstellung)

Auf der Darmstädter Mathildenhöhe wird vom 24.10.10 bis 13.2.11 die Ausstellung Gesamtkunstwerk Expressionismus gezeigt.