FKK in Bayern (Nacktbadeverbot)

Wenn ich es richtig verstehe, gab es eine „bayerische Badeverordnung“, die bis Ende 2013 Gültigkeit hatte. Zum bevorstehenden Sommer müssen die Kommunen nun neue Regeln aufstellen, so z.B. München, was die Isar angeht. Dort soll es künftig an 5 Orten erlaubt sein, nackt zu baden bzw. sich zu sonnen. Der FOCUS kennt und nennt hingegen 6 Bereiche: Flaucher, Isar südlich Marienklause (Brudermühlbrücke), Isarinsel Oberföhring, Eisbach hinter Haus der Kunst, Schwabinger Bucht im Nordteil des Englischen Gartens, Südufer des Feldmochinger Sees.

Nun fand ich weitere Infos:

Das Nacktbadeverbot im Freistaat Bayern ist Ende 2013 ausgelaufen, jetzt müssen die Kommunen dies selbst für ihre Badeseen und -flüsse regeln. Das ist in München geschehen, s.o.

Zum Wochenende nutzt die Augsburger Allgemeine das Thema für mehrere Artikel:

FKK-Verbot ausgelaufen: Droht die Anarchie der Nackten? Hier geht es um die mögliche Überforderung der Polizei, Nacktbadeverbote durchzusetzen, Zitat: „Das Problem läge eher bei den Ausweiskontrollen der Nackten. Wie diese ablaufen sollen, könnte in Zukunft ein Thema für die Ausbildung der Berufsanwärter bei der Bereitschaftspolizei sein.“ 

So legal war Nacktbaden noch nie, Zitat: „Solange eine Kommune kein konkretes Nacktbadeverbot für ihren Badesee ausgesprochen hat, können Nackte dort baden, ohne bestraft zu werden. Peter Widmann – Vorsitzender des Naturistensportbund Helios in Kissing – sieht auf die Kommunen einige Probleme zukommen: „Ich glaube, dass sich die Städte und Gemeinden etwas einfallen lassen müssen. Sie werden gefordert sein.““

Im Sommer fallen die Hüllen, Zitat: „Auch um das sogenannte „Porno Island“ ist es ruhig geworden. Vor einigen Jahren sorgten die Seen zwischen Senden und Illerzell für Schlagzeilen – besser gesagt ein schmaler Schilfstreifen, auf dem sich immer wieder Sextouristen vergnügt haben sollen. Doch dann wurde der Uferbereich abgeholzt – das schützende Schilf verschwand. Seitdem herrscht angeblich Ruhe.“

Und in Nackte Tatsachen werden noch einige Orte zusätzlich zu den vorherigen Artikeln erwähnt, die regional von Interesse sein dürften.

Wie man speziell an den zitierten Textstellen sieht, ist FKK immer ein umstrittenes Thema – das wird sich nicht ändern, solange jeder zweitklassige Sexclub mit „FKK“ wirbt. Im Grunde können FKK zufrieden sein, wenn „Ihre“ Kommune das vernünftig regelt und klare Gebiete ausweist – idealerweise im Dialog mit den Nacktbadern.

Mißverständnisse wird es immer geben, so wie mit den Chinesen auf der A8, die Zivilpolizisten für Straßenräuber hielten.

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