Freikörperkultur im Film

Der Fernsehsender RTL 2 hat in seinem Magazin „Exklusiv – Die Reportage“ vor einigen Tagen über Freikörperkultur berichtet.

Unter dem dämlichen Titel „Wir ziehen blank!“ wurden Nacktwanderer, Nacktreiter und Nacktcamper gezeigt und interviewt. Man kann sich den Beitrag – jedoch nur zwischen 22 und 6 Uhr aus „Jugendschutzgründen“ – online ansehen. Die „Nacktivisten“, so die Selbstbezeichnung eines Mannes, verweisen mehrheitlich darauf, wie „normal“ ihre Nacktheit sei, und auch, daß es nicht um das Thema Sexualität geht. Ich frage mich gerade, ob man den Beitrag deshalb nur in der Nacht schauen kann, weil RTL 2 jenseits der Bekundungen der Interviewten immer wieder mit der Kamera nah an Körperstellen herangeht. Warum man z.B. die Brüste der Nacktreiterin in Nah- und Großaufnahme zeigen muß, erschließt sich mir nicht; ich kann mir das höchstens aus dem Sendeformat heraus erklären. Halten wir fest: es besteht ein Mißverhältnis zwischen Aussagen und Selbstverständnis der gezeigten Personen und dem, was man seitens der Redaktion gerne sehen und zeigen möchte.

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