Gerhard Riebicke

buch024Wie kaum ein anderer Name ist der Riebickes mit der Freikörperkultur verbunden. Auf der Seite von Amadelio.de (“Wir haben hier eine kleine unabhängige Ecke in dem schönen, weiten Web gegründet, wo der Geist von der Leine gelassen wird und die Meinungen unabhängig sind.”) gibt es ein Videointerview der Seitenbetreiberin, Daniela Krien, mit Bodo Niemann, Galerist / Publizist, der auch eine Riebicke-Retrospektive in Buchform herausgegeben hat.

Sehr schön darin der Satz, daß die “heutige Nichtwahrnehmung” von Riebickes Bildern dafür spreche, daß der lebensreformerische Menschentypus, der die Naturverbundenheit des urbanen Menschen wiederherstellen möchte, ausgestorben sei. So auch Niemann in seinen hörenswerten Ausführungen: das heutige Nacktbaden sei das Gegenteil von Körperbefreiung, da es ihm an einem gedanklichen Überbau fehle. Nacktbaden heute sei Körperinszenierung und ein hedonistisches Phänomen.

Baden in der Pommerschen Bucht

Die Welt mit einem Artikel über die Strände an der Pommerschen Bucht, wo sich heute Polen und Deutsche grenzübergreifend an der Ostsee erfreuen: Polnischer Bikini trifft deutsche Badekappe

Es sei besonders auf die Bilderserie (20 Bilder) hingewiesen, die die unterschiedlichen Epochen des Nacktbadens an der Ostsee aufgreift (mit dem Seitenhieb auf die ‘prüden Wessis’ wegen derer ausgeschilderte (!) Textilstrände eingerichtet werden mußten).