Nacktheit als Widerstand?

Laut der Bietigheimer Zeitung / Südwest-Presse boomt der Nudismus in Frankreich. Ob dem wirklich so ist, mag dahingestellt sein. Nur  weil man in Paris einen Bereich für die Freikörperkultur reservieren will, was vielen Zeitungen eine Meldung wert war, boomt das noch lange nicht. Da klingt wohl eher Paris – Stadt der Liebe – usw. mit.
Andererseits stellt die o.g. Zeitung im Artikel die Vermutung auf, daß Nacktheit für junge Frauen angesichts der Burka-Diskussion ein Akt der Rebellion sein könnte. Man wolle sich nicht vorschreiben lassen, wie man sich zu verhüllen habe – und ließe daher alle Hüllen fallen. Das ist in der Tat eine interessante Sichtweise.

Das langsame Ende der Freiheit – JUNGE FREIHEIT

Die Junge Freiheit mit einem nachdenklichen Artikel darüber, daß die Ungezwungenheit, mit der die Geschlechter sich bislang in Deutschland auch im FKK-Bereich begegnet sind, verlorengehen könnte.

Der Zuzug aus fremden Kulturkreisen und bildungsfernen Schichten bedroht das bedeutende deutsches Kulturgut FKK, das im Laufe der Lebensreform-Bewegung entstand. Die Beschimpfungen gegen die Freibad-„Schlampen“ treffen unsere Kultur im Prinzip also stärker ins Mark, als eine blutige Attacke in einer McDonalds-Filiale. Ein Kommentar von Claus Wolfschlag.

Quelle: Das langsame Ende der Freiheit – JUNGE FREIHEIT

Die eine Wahrheit

Kurze Vorab-Erläuterung (2016): Ab Anfang 2013 tauchten vermehrt religiöse Themen in meinem alten Blog auf. Grund war eine damals noch sehr vorsichtige Rück- oder Umkehr, die zur Beschäftigung mit dem Thema Christentum führte. Los ging es mit den Katharern, dem Thema Gnosis, dann zur Mystik wechselnd. Der hier nun angeführte Text war der erste, der das thematisierte (Februar 2013):

Die Beschäftigung mit den Katharern, von der katholischen Kirche als Ketzer verfolgte “Urchristen” (vereinfacht), macht mich nachdenklich. Ich merke, wieviel meiner eigenen christlichen Erziehung noch immer in mir ist: nicht als “nicht abwaschbarer Schmutz”, sondern als Fundament. Jahrelang habe ich das verdrängt, ja ich glaube, verdrängt ist das richtige Wort. Ich weiß noch, wie es mich vor Jahren in einer bestimmten Situation “überkam” und ich aufrichtig ein Ave Maria betete – und mich im Anschluß unsinnigerweise dafür schämte. Unverhohlen war ich schon immer ein Bewunderer von Kurt Reubers Madonna von Stalingrad, das nur am Rande. Die eine Wahrheit weiterlesen