Wege aus der ‘transzendentalen Obdachlosigkeit’

Das war eine Überraschung gestern! Eigentlich wollte ich nur ein wenig im Tagungsband Unweit von Eden blättern, der die (gescheiterten) Bemühungen um die Einrichtung eines Museums der Lebensreform im Fidus-Haus dokumentiert. Da fand ich dann einen “Cogito ergo credo” betitelten Beitrag von Justus H. Ulbricht, der genau das Thema aufgreift, über das ich schon so lange etwas lesen wollte: neue religiöse Formen abseits der christlichen Kirchen im Rahmen der Lebensreform mit Stichworten wie Sakralisierung des Körpers, Lichtgebet oder Neu-Gnosis. Herrlich! Jetzt habe ich wieder soviele Literaturangaben…  Wege aus der ‘transzendentalen Obdachlosigkeit’ weiterlesen

Magazin und Tagung

Zwei kurze Hinweise:

Da ist zum einen das Magazin “Maas – Impulse für ein erfülltes Leben”, interessanterweise mit dem Nachnamen der Inhaberin des “animaa-Verlages” betitelt. Man möchte Aktionen, Projekte, Menschen vorstellen, die “Mut machen” und inspirieren. Es geht um das Leben in Harmonie mit der Umwelt und um positive Veränderungen.
Die ersten drei erschienenen Ausgaben haben die Titelthemen “Beruf und Berufung”, “Frauen und Männer”, “Leben und Sterben”.  Im Dezember geht es mit “Individuum und Gemeinschaft” weiter. Auf “OpenPR” findet sich noch ein längerer Werbetext, daraus dieses kurze Zitat:
“maas ist ganzheitlich und ökologisch ausgerichtet, konsumkritisch und lebt intensiv den Gedanken der Stärkung durch Vernetzung. Maas fördert Menschen und Projekte und ist prall gefüllt mit Wissen, Inspirationen und Mut-Mach-Geschichten. maas findet bewegende Perlen und Helden/Heldinnen des Lebens und des Alltags. maas ist Lesegenuss für viele, viele Stunden.”

Zum anderen ist das die hier vor längerer Zeit schon einmal erwähnte Tagung des Archivs der Deutschen Jugendbewegung (Burg Ludwigstein), vom 21. bis 23. Oktober 2016, auf die Susanne Rappe-Weber in einem Artikel bei H/Soz/Kult hinweist. Die Tagung steht unter dem Motto:
Avantgarden der Biopolitik. Jugendbewegung, Lebensreform und Strategien biologischer ‘Aufrüstung'”.

Rappe-Weber stellt das Thema kurz vor (19. Jhd., Angst vor Degeneration – sowohl des eigenen Körpers, als auch des Volkes, daher ‘Aufrüstung’, um ‘stark, gesund und rassisch rein’ zu bleiben), gefolgt vom Tagungsprogramm.

Weidemann – Körper und Tanz

buch005Man muß ab und an ein wenig Glück haben, z.B. dann, wenn in einem der antiquarischen Buchportale ein Werk eingestellt wird, bei dem die eigenen Suchfilter “anspringen” und den Fund per Mail hinausposaunen. So geschehen am frühen Samstagmorgen, als ein norddeutsches Antiquariat Weidemanns Körper und Tanz (von 1925) angeboten hatte – und das für ein Viertel des heute üblichen Preises.

Seit heute gehört es mir. 🙂