Wege aus der ‘transzendentalen Obdachlosigkeit’

Das war eine Überraschung gestern! Eigentlich wollte ich nur ein wenig im Tagungsband Unweit von Eden blättern, der die (gescheiterten) Bemühungen um die Einrichtung eines Museums der Lebensreform im Fidus-Haus dokumentiert. Da fand ich dann einen “Cogito ergo credo” betitelten Beitrag von Justus H. Ulbricht, der genau das Thema aufgreift, über das ich schon so lange etwas lesen wollte: neue religiöse Formen abseits der christlichen Kirchen im Rahmen der Lebensreform mit Stichworten wie Sakralisierung des Körpers, Lichtgebet oder Neu-Gnosis. Herrlich! Jetzt habe ich wieder soviele Literaturangaben…  Wege aus der ‘transzendentalen Obdachlosigkeit’ weiterlesen

Mystik (1)

Dieser Text ersetzt einen umfangreicheren, älteren mit dem Titel “Visionssuche”, der nie veröffentlicht wurde. Ich will hier versuchen, meine spirituelle Entwicklung und insbesondere Suche zu umreißen, damit die Themenwechsel im Blog verständlicher werden (s.a. hier).

Ich war von der Beschäftigung mit den Katharern – mithin mit christlicher Spiritualität – wieder abgekommen, glaubte dies sei ein Irrweg. Ich definierte – flüchtig -, was Spiritualität für mich “leisten” (blöder Begriff) können muß. Was heißt denn “klare Ablehnung monotheistischer Ansätze”? Von welchem Gottesbild sprechen wir? Ich las gestern im Buch “Kontemplation” von Willigis Jäger: Jesus verwendete den Begriff “Vater”, um – in eher mystischem Verständnis – auf den Urgrund des Seins zu verweisen. Das ist für mich nachvollziehbar, das kenne ich gut, wenn in hochemotionalen Momenten auch mir das Wort “Vater” über die Lippen kommt. Das ist eine Vorstellung jenseits des Bildes eines personalisierten Gottes, möglichst noch mit weißem Rauschebart. Mystik (1) weiterlesen