Das Sonnenfest (Roman)

2016-10-24-08-51-44Zum Literaturfestival Eventi letterari auf dem Monte Verità gab es im Deutschlandfunk einen Beitrag: Monte Verità, Literatur und Legenden, Oliver Prange im Gespräch mit Hajo Steinert (Audio abrufbar bis ca. Nov. 16)

Durch den Beitrag wurde ich auf den Roman Das Sonnenfest von Oliver Prange aufmerksam, der die “wahren Begebenheiten” auf dem Monte Verità schildert. Das Buch ist ab jetzt lieferbar – mein Exemplar liegt schon lesebereit neben mir. 🙂

Imperium (Ch. Kracht)

Christian Kracht stellt seinen Roman “Imperium” in der englischen Übersetzung in New York vor (SZ).

Gleichzeitig wird auch die Bühnenumsetzung in Hamburg vorgestellt. Zitat Focus: “Unterhaltsam-groteskes Abdriften in Barbarei, Tod und Verwüstung, pastellbunt und untermalt von launig swingender Musik: So hat Jan Bosse den umstrittenen Erfolgsroman „Imperium“ (2012) von Christian Kracht über einen historischen deutschen Aussteiger und Vegetarier auf eine Hamburger Bühne gebracht.”

Die dunklen Flöten des Herbstes (Buch)

“Ja, er schrieb Gedichte. Er schrieb Verse von seltsamer Schönheit, sie tauchten aus seinem Inneren empor. Er fühlte sie wachsen, beglückend groß werden, zu einer tönenden Stimme werden, die ihn zwang, den Bleistift in die Hand zu nehmen und zu schreiben.”

Ich habe gestern morgen Helmut Schinagls Jugendroman “Die dunklen Flöten des Herbstes – Der Lebensroman des Dichters Georg Trakl” zu Ende gelesen.

“Die Bilder, die ich sehe – die muß ich einfach ins Wort zwingen, ich muß, es muß mir gelingen! So, wie sie auf mich zukommen, kann ich sie nicht aufschreiben. Sie bestehen ja großteils nur aus Gefühlen, aus Farben, aus Formen und Klängen. Mir kommt es manchmal vor, als wäre ich ein Maler und müßte das Schmettern einer Trompete mit einem Pinselstrich wiedergeben.”

(Beide Zitate aus Schinagl)

Mit beeindruckenden Worten beschreibt Schinagl das (kurze) Leben Trakls: seinen Schreibdrang, seine Selbstzweifel, seine psychische Instabilität, seine Unfähigkeit, einen Beruf auszuüben, seine letzten Tage im Militärhospital in Krakau. Die dunklen Flöten des Herbstes (Buch) weiterlesen

Nicht mehr allein

“Das Denken wollte schon wieder anheben. … Da kam durchs Bergtor herein eine leichte weiße Wolke, so zart, daß der Stern hindurchschimmerte. Es sprach aber einer ohne Worte zu ihm. Und Johannes fühlte, wie seine leere Seele diese Worte trank, wie der Raum hinter den Rippen sich füllte wie ein silberner Becher mit bergfrischem Wasser, voll bis an den Rand …

‘Das ist das große Schweigen,’ sagte seine Seele zu ihm … und über die Wolke strich ein Ton, als einer lieben Frauenstimme wie Mendelssohns Lied: ‘Sei stille dem Herrn und warte auf ihn. …’ Da hüllte sich Johannes in seinen Mantel und bedeckte seine Augen, denn er wußte, daß er nicht mehr allein war. Gott war bei ihm … um ihn … in ihm … Und in diesem Augenblick war alles eins in seiner Seele … (…) Es war Geist … alles Geist.”

[D. Koch – Der Orden der Sonnenbrüder]