Vegetarisches Kochwochenende

ww6Meine Frau und ich haben drei schöne Tage im Westerwald verbracht, thematisch ein „vegetarisches Kochwochenende“, das unsere Ernährungsumstellung einleiten soll, aber auch einfach mal Zeit zum Aufatmen bringen sollte.

Am Freitagabend wählten wir als Vorspeise Schakschuka, ein nordafrikanisches Gericht, bei dem Tomaten, Peperoni, Paprika, Zwiebel und Knoblauch in einer Pfanne aufgekocht werden, bevor zuletzt ein Ei (oder mehrere) obenauf geschlagen und stocken gelassen wird. Sehr leckere, ungewohnte Kombination.

ww5Als Hauptspeise gab es Rosenkohl mit Szechuan-Pfeffer, dazu eine Scheibe Schwarzbrot. Statt Tempeh (Rezept) haben wir Tofu verwendet, der zunächst goldbraun gebraten wird, bevor er mit dem Rosenkohl und ein paar weiteren Zutaten in die Pfanne kommt. 

Nach einer erholsamen, aber kühlen Nacht gestalteten wir das Frühstück mit Hafermüsli vom Bauckhof in der Heide; wir wählten die „Hofmischung“, die neben 65% Hafer Sultaninen, Cornflakes aus Mais, Sonnenblumenkernen, gerösteten Haselnußstücken, Sesam, Leinsamen enthält. Ein Ei dazu, ein Vollkornbrötchen mit mediterranem Brotaufstrich (Auberginen pp.), etwas Butterkäse – perfekt. Für mich hatte ich „einfach so“ beim Vorbeigehen am Teeregal einen „Male Fitness Tea“, nach Ayurveda-Regeln gemischt, in den Wagen gelegt, letztlich stellte sich diese Teemischung aus Süßholz, Fenchel, Zitrusschalen, Ingwer, Zimt, Nelken, Anis als sehr schmackhaft heraus (Fruteg).

Der restliche Morgen wurde mit Lesen verbracht. Am frühen Nachmittag wanderten wir eine ca. 8km lange Runde durch Schneeregen, der nur gelegentlich aufhörte. Trotzdem machte es Spaß, weil es den Kreislauf mit stetem Auf und Ab in Schwung brachte. Danach schön warm duschen, den „Medicus“ auf DVD geschaut und ab in die Küche.
(Medicus: Ein Stölzl-Film. Wer meine Kritik an Nordwand kennt, wird ahnen, daß es mir lieber gewesen wäre, jemand anderes hätte den Stoff verfilmt.)

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ww4Am zweiten Abend hatten wir auch wieder eine Kombination von Vor- und Hauptspeise im Kopf, aber nach der Vorspeise, Quesadilla mit Pilzen und Guacamole, waren wir so satt, daß der Hauptgang ausfiel. Das wiederum hat wohl auch damit zu tun, daß wir nach der Wanderung eine Obst- / Nußschale gegessen hatten. Die Quesadilla kommt aus Mexico. Im konkreten Rezept wird sie mit Champignons und Gouda gefüllt.

Zur Verfeinerung wird eine Tomatensalsa gebastelt, die frisch und scharf schmeckt (grüne Chilischoten). Damit kontrastiert die Guacamole mit dem Geschmack von Avocado und Knoblauch. Den Schmand zum Garnieren hatten wir gekauft, letztlich aber im Kühlschrank vergessen.

Schnell waren die Tage um, aber wir haben so richtig Kraft getankt, Seele baumeln gelassen und uns einfach mal wieder nur mit uns zweien beschäftigt.

ww3Der Sonntagabend klang dann mit dem letzten Rezept aus, das wir geplant hatten: Kohlpäckchen mit Steinpilzen. Dabei wird in Spitzkohlblätter eine gebratene Mischung aus Steinpilzen und Sojaschnetzeln (+ weitere Zutaten) gewickelt. Das serviert man zu Kartoffelpürree.
Besonders lecker hier: die am Ende in der Pfanne mitgeschmorte Tomatenmark-Rotwein-Mischung.

Die nun angebrochene Woche führt den Trend fort. Wir haben uns von der „vegetarischen 7-Pfund-Weg-Woche“ von Bild der Frau inspirieren lassen (NEIN, wir lesen das nicht hier zuhause, das war nur ein Netzfund…).

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